Koblenz am Rhein ca. 26 km, Kobern-Gondorf an der Mosel ca. 10 km, Lehmen an der Mosel ca. 9 km,
Kattenes an der Mosel ca. 6 km, Löf an der Mosel ca. 4 km, Hatzenport an der Mosel ca. 6 km, Burgen an der Mosel ca. 8 km, Moselkern an der Mosel ca. 11 km, Burg Eltz, bei Moselkern ca. 15 km, Treis-Karden an der Mosel ca. 17 km, Cochem an der Mosel ca. 29 km, Traben-Trarbach an der Mosel ca. 62 km, Bernkastel-Kues an der Mosel ca. 81 km, Trier an der Mosel ca. 124 km,
Es gibt eine Reihe von Motorradtouren beginnend bei der Burg Pyrmont über Hatzenport mit der. Von Hatzenport aus entlang der Mosel Richtung Koblenz bis Kobern- Gondorf. Dann Dieblich, Kondertal hoch nach Waldesch. Über die Südbrücke in Koblenz nach Lahnstein, Richtung Bad Ems. Vorbei an Friedrichssegen, Frücht, Becheln, Dachsenhausen, Bogel, Niederwallmenach, Bornich, an den Rhein zur Loreley. Dort eine kurze Rast einlegen. Weiter geht es nach Weisel. Wer Interesse hat, sieht sich dort das BMW- Museum an. Dann nach Kaub. Von dort mit der Fähre nach Bacharach. In den Hunsrück nach Rheinböllen, Simmern, Kastellaun. Über Uhler nach Treis- Karden, Brohl, Roes und schließlich wieder zur Burg Pyrmont.
Der Weinort und Obstanbauort Dieblich liegt ca. 16 km südwestlich von Koblenz am rechten Moselufer. Bis Cochem beträgt der Fahrtweg etwa 40 km. Verwaltungsmäßig gehört Dieblich zur Verbandsgemeinde Untermosel mit Sitz in Kobern-Gondorf und zum Landkreis Mayen-Koblenz. Zum Ort zählen auch die Siedlung Dieblich-Berg auf der Höhe und einige Gehöfte zum Wald zu.
Bei Dieblich windet sich die Mosel zum letzten Mal in einem großen Bogen, bevor sie am Deutschen Eck in Koblenz in den Rhein mündet. Sie legt von Dieblich bis zu ihrer Mündung eine Strecke von 16 km zurück.
Dank der angrenzenden fruchtbaren Ländereien und der ausgedehnten Hänge war Dieblich von jeher ein Ort mit ertragreicher Landwirtschaft. Während der Weinanbau im Laufe der Jahre etwas nachgelassen hat, hat sich der Obstanbau stark entwickelt. Dieblich ist für seine Kirschbäume und zur Zeit der Blüte für seine wunderschönen Obstwiesenhänge in voller Blütenpracht bekannt. Die Dieblicher Weinlage heißt "Heilgraben". Sie gehört zur Großlage "Weinhex", zu der auch die Weinlagen der Moselorte Burgen, Hatzenport, Brodenbach, Löf, Alken, Kattenes, Oberfell, Lehmen, Niederfell, Kobern-Gondorf, Winningen, Koblenz-Lay und Koblenz-Güls gehören.
Nur wenige Kilometer moselaufwärts, von Dieblich aus gut zu sehen, führt eine Autobahnbrücke (A 61) wie mit einem Lineal gezogen in einer Höhe von 136 Metern über das Moseltal. Ihre Länge beträgt 935 Meter und die Spannweite im Flußbereich 218 Meter. Wer heute mit seinem Pkw über sie vom Hunsrück in die Eifel oder umgekehrt fährt, denkt wohl kaum daran, welche Mühe es in früheren Jahrhunderten den Menschen bereitet hat, das Moseltal mit seinen steilen Hängen zu durchqueren.
Zur Geschichte
Schon in keltischer Zeit war der Ort besiedelt (3. bis 1. Jahrhundert vor Christus). Dies geht auch aus dem Namen keltischen Ursprungs hervor. Wahrscheinlich gab es hier auch eine römische Kolonie.
Erwähnt wurde der Moselort erstmals im Jahre 922 als "Duvericha". Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Dieblich kurtrierisch.
Nach Quellen des 14. und 15. Jahrhunderts muß Dieblich durch eine Ortsbefestigung gesichert gewesen sein. Zumindest werden verschiedene Tore erwähnt. Reste einer solchen Befestigung sind jedoch nicht vorhanden. Im ausgehenden Mittelalter (16. Jahrhundert) fanden auf dem Dieblicher Berg auch Hexenverbrennungen statt. Von den vielen begüterten Familien dieser Zeit erzählen heute noch die "Heesenburg" oder "Hasenburg" der Herren von Arken, ein spätmittelalterliches Burghaus mit einem barocken Erker, und die "Zanderburg", ein spätgotisches Burghaus der Zandt von Merl mit Fachwerkgiebel (ehemaliges Pfarrhaus). Beide Burghäuser stammen aus dem 15. Jahrhundert. Auch zahlreiche, noch erhaltene Fachwerkhäuser sind Zeugen des Mittelalters. Dagegen ist von der ehemaligen Stadtbefestigung nichts übriggeblieben.
In der Franzosenzeit wurde Dieblich dem Arrondissement Koblenz eingefügt und gleichzeitig der Bürgermeisterei Niederfell zugeordnet. 1816 kam der Ort unter preußischer Herrschaft zur Bürgermeisterei Winningen und damit zum Kreis Koblenz-Land.
1829 erbaute der berühmte Baumeister Lassaulx die alte Schule am Marktplatz. Heute ist das durch Lisenen und Rundbogenblenden gegliederte Gebäude Sitz der Gemeindeverwaltung. Ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammt die katholische Pfarrkiche St. Johannes. Ihr spitzer, schlanker Kirchturm ist charakteristisch für die Ortsansicht von Dieblich.
Seit der Gebietsreform des Jahres 1976 ist Dieblich dem neugeschaffenen Landkreis Mayen-Koblenz zugehörig.
Pfarrkirche St. Johannes
1317 wurde im Zusammenhang mit der Erteilung eines Ablasse eine Kapelle in Dieblich erwähnt. Sie gehörte als Filiale zu Kobern. 1347 erhielt sie einen Taufstein, wobei die Mutterrechte weiter bei der Pfarrei Kobern blieben.
Die heutige katholische Pfarrkirche St. Johannes wurde in den Jahren 1844 bis 1848 von dem Baumeister Ferdinand Nebel aus Koblenz erbaut. Das Gotteshaus ist eine dreischiffige Hallenkirche mit Querhaus, Chorjoch und Apsis. Hoch ragt der schlanke, zweigeschossige Kirchturm in den Himmel.
Außen gliedern Lisenen und Rundbogenfriese das Gemäuer. Die Deckengewölbe werden von prächtigen Säulen getragen, auf denen Würfelkapitellen ruhen.
Vom Chorgewölbe schaut der himmlische Christus hernieder. Um das Gemälde herum ist der Psalm 18,1 zu lesen: "Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, das Firmament verkündet die Werke seiner Hände."
Auf dem Hochaltar steht eine Kreuzigungsgruppe. Das älteste Ausstattungsstück der Kirche ist eine mittelrheinische thronende Madonna aus der Zeit um 1400. Der Marmortaufstein und der Beichtstuhl stammen aus der Zeit um 1700. Sehenswert sind auch die Figuren der hl. Walburga und des hl. Matthias.
Heesenburg
An der Nordseite des Marktplatzes befindet sich die sogenannte Heesenburg, ein ehemaliger Adelssitz aus dem Spätmittelalter. Sie trägt den Namen der Familie von der Hees, die das Burghaus 1762 von der ursprünglichen Besitzerfamilie von der Arken aus Koblenz erbte.
Die Heesenburg ist ein zweigeschossiger Putzbau mit hohem Walmdach und zwei Reihen von Dachgauben. Die Fenster sind unregelmäßig verteilt. An der Ostseite it ein eingeschossiger Fachwerkbau mit Zwerchgiebelabschluß angebaut. Der Giebel des Haupthauses ist ebenfalls aus Fachwerk. Sehenswert im Innern sind Gobelins aus dem frühen 19. Jahrhundert. Sie zeigen eine Dschungellandschaft mit vielen exotischen Vögeln.
Zanderburg/ehemaliges Pfarrhaus
Zu den führenden Adelsgeschlechtern in Dieblich gehörten die Hasen von Dieblich. Sie starben 1479 mit dem Tod des letzten Vertreters Eberhard Hase aus. Ihr Besitz, darunter auch das Burghaus, gelangte auf Umwegen in den Besitz der Zandt von Merl, die dem Adelssitz auch den Namen Zanderburg gaben. Von ihnen erbten später die Freiherren von Hohenfeldt das Haus. Danach diente es für längere Zeit als Pfarrhaus.
Die sogenannte Zanderburg ist im Kern ein spätmittelalterliches, durch späteren Anbau aber stark verändertes zweigeschossiges Bruchsteingebäude mit steilem Giebel. Zur Straßenseite kragt ein Viereckerker vor, der von Streben getragen wird. Bis 1756 befand sich in dem Haus noch ein Grabstein des 1679 verstorbenen I. H. Zandt von Merl.
Tourismusangebote
Zu den Freizeitangeboten in Dieblich gehören Wandern, Radwandern, Wassersport, Angeln, Schiffsausflüge und natürlich Weinproben, verbunden mit Kellerbesichtigungen.
Bei einem Besuch von Dieblich kann man auch gut die Oberburg und Niederburg bei Kobern-Gondorf auf der anderen Moselseite erreichen. Wenige Kilometer flußabwärts von Dieblich führt bei Niederfell eine Brücke über die Mosel. Etwas weitere Ausflüge sind natürlich auch zu den bekannten Burgen Thurandt, Eltz und Stolzenfels möglich.
Das Moseltal bietet sich hervorragend für Ausflüge mit dem Fahrrad an. Wer nach Koblenz möchte, benutzt zunächst die Bundesstraße 49 über oblenz-Lay bis Koblenz-Moselweiß. Dort trifft man auf den Moselradweg, dessen letztes Teilstück am Deutschen Ek in Koblenz endet. Der Moselfahrradweg auf der gegenüberliegenden Seite ist über die Brücke von Niederfell nach Kobern-Gondorf oder über die Fähre bei Kobenz-Lay erreichbar. Er führt unter anderem durch die Orte Koblenz-Güls und Winningen.
In Dieblich findet jährlich am zweiten Augustwochenende ein Weinfest und Heimatfest statt, bei dem reichlich Moselwein fließt. Hauptperson des Festes ist die Dieblicher Weinkönigin. Am ersten Sonntag im Mai ist Kirmes und Patronatsfest.